Reportage | Kunst statt Vandalismus
Sprayer fordern mehr öffentliche Flächen für Graffiti
Nicht als Vandalen, sondern als Künstler, die die Stadt verschönern wollen – so möchten sich einige Sprayer verstanden wissen. Sie setzen sich für mehr öffentliche Flächen für Graffiti in der Stadt ein. Auch ein CDU-Stadtentwickler findet Gefallen an der legalen Malerei.
Ein Bericht von Vanessa Klüber.
Jurij Paderin ist ohne Graffiti aufgewachsen, im totalitären System der Sowjetunion. Er kommt kurz vor der Wende nach Berlin, wo er ab 1996 sprüht und darüber andere Sprayer kennenlernt, so Anschluss findet. Jetzt machen seine Knochen illegales Sprühen nicht mehr mit, erzählt der mittlerweile 40-Jährige lächelnd: "Einen Krückstock habe ich noch nicht, aber dafür muss man auch physisch aktiv sein", weswegen er angeblich nur noch legal unterwegs ist…